Haltung allgemein


Anschaffung

 
Allgemeines für den Übergang der Schildkröten im Zimmerterrarium
  
Griechische Landschildkröten sollten in der Regel im Freiland mit Freilandterrarium (Frühbeet oder Gewächshaus) gehalten werden.In der Regel ist eine Zimmerhaltung höchstens für Jungtiere mit verkürztem Winterschlaf zu empfehlen. Eventuell kann es hilfreich sein, Jungtiere in kalten Nächten oder bei länger andauernder schlechter Witterung nach drinnen zu überführen. Von einer ganzjährigen Innenhaltung ist grundsätzlich abzuraten.
Auch Zimmerterrarien müssen eine ausreichend große Grundfläche aufweisen. Eine Orientierung bieten die "Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien". Die Gegegegröße für ein Paar wird ermittelt, indem man die Panzerlänge des größeren Tieres mit den Faktoren 8 und 4 multipliziert. So erhält man die erforderliche Grundfläche (also Länge=8 X Panzerlänge, Breite=4 X Panzerlänge). Legt man eine Panzerlänge von 20-25 cm zugrunde, so beträgt die Grundfläche für dein ausgewachsenes Schildkrötenpaar mindestens etwa Breite= 1,60-2,00 m, Tiefe= 0,8-1,00 m.
Für jedes weitere Tier vergrößert sich die erforderliche Grundfläche um etwa 10% und ab dem fünften Exemplar um 20% pro Tier. Für eine vorrübergehende Haltung, wie Übergangsjahreszeit, Quarantäne, Krankes Tier oder längerer Schlechtwetterperiode sind auch kleine Maße akzeptabel.
Wir haben ein solches Terrarium.
Dieses Terraruium ist aus OSB-3-Platten bestehend und weist folgende Innen-Maße auf:
Breite= 1,81m, Tiefe= 0,8m, Höhe= 0,7m.
Bitte jedoch beachten, dass die Schildkröten in die Freilandanlage mit Frühbeet oder Gewächshaus gehören und nicht ins Terrarium.
 
In der Übergangszeit und im Frühjahr sind unsere kleinen Schildkröten im Terrarium. Ansonsten sind die Tiere wie alle anderen im Freiland. 
 
 
Sehr wichtig sind Wärmelampen sowie Beleuchtungen mit UVA
und UVB Strahlen. Wir empfehlen die Lucky Reptile Bright Sun UV Jungle. Diese wird mit einem Vorschaltgerät betrieben.
Unter der Wärmelampe, sollte punktuell eine Wärme von 45°-50°Grad sein. Nur so kann sich die Schildkröte rasch auf Ihre Vorzugstemperatur von ungefähr 35° Grad aufheizen. Ist die Temperatur darunter zu gering, muss das Tier zu lange Zeit darunter verbringen oder dauerhaft sich darunter aufhalten.
Der Boden sollte so feucht sein, dass eine Luftfeuchtigkeit von 60-80% vorhanden ist.
 Ein Thermometer und Hygrometer um die
Temperatur und die Feuchtigkeit zu messen, sind auch von
äusserster Wichtigkeit.
 

OSB 3-Holz-Terrarium,

180x80x70 (LxBxH)

Innen- Masse sind in cm Angaben

 

 

 

 
 
Geeignete und ungeeignete Bodensubstrate

Humose Gartenerde
+natürliches Substrat, ohne Zusätze
+kostet nichts (vorausgesetzt, man hat einen eigenen Garten)

+leicht zu beschaffen(insb. wenn Maulwürfe den Garten bewohnen)
- in einigen Gebieten relativ lehmhaltigund klebrig

Anmerkungen: ideales Substrat, kann auch mit etwas Sand vermischt werden.

Aufzuchterde / Aussaaterde (z. B. Floraton-3)
+lockeres Substrat

+saugfähig
+leicht feucht zu halten
- muss gefunden und erworben werden

Anmerkungen: Bitte darauf achten, dass keine Styroporkügelchen enthalten sind.

Rindenhumus (kein Rindenmulch!)
+fast überall käuflich zu erwerben
+lockeres Substrat

+ebenfalls relativ saugfähig
- muss erworben werden

- leider oft noch Pestizidrückstände enthalten

Anmerkungen: Dieses Substrat sollte am besten mit normaler Gartenerde vermischt werden.

Kokosfaserhumus (keine Chips!)
+überall käuflich zu erwerben
+lockeres Substrat

+sehr saugfähig
- muss erworben werden

- oft etwas zu säuerlich

Anmerkungen: Sollte mit etwas Kalk (z. B. feiner Kalksplitt) vermischt werden, um den ph-Wert auszugleichen.

Allgemeines über Überwinterung (siehe auch Button "Überwinterung".

Die Winterstarre gehört für alle europäischen Landschildkröten zum natürlichen Jahreszyklus. Für weibliche Tiere ist Sie zwingend erforderlich, weil sonst die Gefahr besteht dass Sie unfruchtbar werden können.
Schildkröten die Ihren Winterschlaf gehalten haben, sind wesentlich widerstandsfähiger und lebhafter.
Die westliche Unterart (Testudo Hermanni Hermanni) halten eine kürzere Winterstarre, die sich auf ungefähr drei Monate bezieht. Die Tiere der östlichen Unterart (Testudo Hermanni Boettgeri) halten eine bis zu fünfmonatige Winterstarre, weil in dem Lebensraum in dem Sie normal leben schneereiche länger anhaltende Winter vorherrschen.

Auch Jungtiere brauchen diesen Winterschlaf, da sie sonst unnatürlich schnell wachsen und erkranken können.

Schildkröten sind als wechselwarme Reptilien sehr auf die Wärmeeinstrahlung von außen angewiesen. Ist diese nicht vorhanden, sind die Tiere träge und starr und hören auf sich zu bewegen. Alle Vorgänge laufen langsamer und unvollständig ab.

Ganzjährig im Freiland gehaltene Tiere bereiten sich wie in der Natur selbstständig auf die Winterstarre vor. Durch die zunehmend sinkenden Temperaturen, insbesondere die Nachttemperaturen und das kürzer werdende Tageslicht, fressen die Schildkröten von selbst weniger und beginnen mit der Darmentleerung, bis sie das Fressen vollkommen einstellen und bei entsprechend niederen Temperaturen sich eingraben und regelrecht in die Winterstarre fallen. Durch die sinkende Körpertemperatur werden alle Aktivitäten auf ein absolutes Minimum heruntergefahren. Das Herz schlägt bei der Griechischen Landschildkröte bei einer Körper-Temperatur von ungefähr 5° C nur noch etwa vier mal je Minute.

Die Behauptung, dass sich Schildkröten für den Winterschlaf Fett anfressen sollten, oder sich Fett anfressen, ist jedoch völlig falsch. Genau das Gegenteil ist ist Richtig! bei 8° Körpertemperatur setzt der Stoffwechsel ein. Aufgrund der ungenügenden Stoffwechseltemperatur findet aber keine Verwertung statt. In der Leber werden dann Ketonkörper gebildet, die dazu führen, dass eine Säurevergiftung eintritt. Die Schildis fallen dann in ein Koma, was der Tod bedeutet.
Ein Gewichtsverlust während der Winterstarre hat nichts mit Fettverbrennung zu tun, das kann auf einen Flüssigkeitsverlust wegen zu trockener Überwinterung zurückgeführt werden. Bei richtig feuchtem Überwinterungssubstrat, wird das Gewicht in etwa gleich bleiben. Es kann in Ausnahmefällen sogar sein, dass die Schildkröten durch die Flüssigkeitsaufnahme durch die Haut nach der Überwinterung einige Gramm mehr hat.
Die Schildkröten sollten bis Mitte November im Frühbeet bleiben und warm gehalten werden, bis Sie sich von selbst eingraben. Die Tiere können den für Sie besten Zeitpunkt dafür selbst bestimmen und werden trotz tagsüber angebotener Wärme nichts mehr fressen und weiterhin Ihren Darm entleeren.
Die Vorbereitung und der gesamte Verlauf ist ein Instinkt. Kürzere Tage und sinkende Nachttemperaturen bestimmen das ganze. Männchen halten in der Natur eine kürzere Winterstarre als Weibchen. Sie sind im Herbst länger und im Frühjahr früher aktiv.

             

Wir würden den Kauf in einer Zoohandlung abraten (siehe Homepage Button "Schildi-Erwerb". Dort werden die Tiere das ganze Jahr lang in Terrarien meist falsch gehalten und ernährt. Winterstarre kennen nur die wenigsten. Wesentlich besser ist man bei einem Züchter aufgehoben, bei dem man sich die Anlagen genau anschauen kann, jederzeit nachfragen kann, keine falschen Informationen und keine kranken Tiere verkauft bekommt.
 
Man sagt immer, das bei adulten Schildkröten auf 1 Männchen immer 3-4 Weibchen kommen sollen.
Das ist aber auch nicht naturnah, denn in den Naturhabiaten ist das Geschlechterverhältnis in etwa ausgeglichen. Daher kann das so, bei in Menschenobhut lebenden Schildkröten auch realisiert werden, wenn die Anlage groß genug ist und es genügend Versteckmöglichkeiten und Unterschlüpfe gibt. Die Schildkröten müssen halt genug Platz haben um sich aus dem Wege gehen zu können. Daher sollte auch die gerade Sicht einer Schildkröte nicht größer als 2 Meter sein.
 
 

Haltung (Terrarium, nur für Jungtiere mit verkürztem Winterschlaf)!

Grundsätzlich sollte man mediterrane in einem Freigehege halten. Nur dort sind die artgerecht untergebracht (Platz, UVB-Licht, Pflanzen etc.). Dieses muss oben offen sein, damit sich kein Hitzestau bilden kann. Des Weiteren ist eine Einteilung in 2 Zonen notwendig. Zum einen muss eine trockene/warme Zone vorhanden sein, in der auch ein Spotstrahler angebracht wird. Dieser muss hell sein und eine punktuelle Temperatur von 45-50°C erreichen. Zum anderen muss eine feuchte/kühle Zone vorhanden sein, in der sich die Tiere zurückziehen und schlafen können. Als Bodengrund ist Gartenerde, Floraton 3 und Rindenhumus gut geeignet. Wir nehmen Rindenhums und sind damit sehr zufrieden. Das Substrat muss (gerade in den Schlafbereichen) immer leicht feucht gehalten werden, jedoch nicht nass. Damit die Tiere auch im Terrarium mit ausreichend UVB-Strahlen versorgt werden, muss noch ein UV-Strahler angebracht werden. Versteck- und Klettermöglichkeiten dürfen in einem Terrarium genauso wenig fehlen, wie ein paar Pflanzen.
Unsere UV-oder unseren Spotstrahler findet Ihr im Button "Terrarium".

 

Haltung (Freiland)

 

Mediterrane Landschildkröte können nur in einem großen und gut strukturierten Freilandgehege artgerecht gehalten werden.

Die Größe richtet sich nach der Anzahl der Tiere. Bei 2 adulten Tieren sollten etwa 20m² zur Verfügung gestellt werden. Pro weiteres Tier werden 5m² dazugerechnet. Möchte man Jungtieren in einem Freigehege pflegen, sollte dieses vorerst nicht Größer als 10m² sein, damit die Tiere nicht „verloren gehen“. Vielmehr sollte es regelmäßig vergrößert werden. Bei Jungtieren ist bis zu einem Gewicht von 200g oder 10 cm ein Schutz von oben (vor Vögeln usw.) empfehlenswert. Hierzu kann man ein Netz oder Draht über das Gehege spannen. Die Umrandung sollte mind. 30 cm hoch sein und etwa 10-30 cm (je nach Art) in den Boden eingelassen werden.
Bei Tieren die 200g oder 10 cm haben, kommen dann ins ungeschützte Freiland, allerdings mit integriertem Frühbeet. Die Tiere sind dann i.d.R. 3 Jahre alt.
Eine Schutzhütte (Frühbeet, Gewächshaus), in der das mediterrane Klima sehr gut nachgeahmt werden kann, muss auf jeden Fall vorhanden sein. Im Inneren sollten die Tiere eine ähnliche Einrichtung vorfinden, wie im Terrarium (Spotstrahler, Bodensubstrat, Versteckmöglichkeiten, Pflanzen). Um die Temperatur an kühlen Tagen und in den Übergangszeiten halten zu können, muss auch Strom zur Verfügung stehen! An diesen Anschluss wird neben dem Spotstrahler auch noch eine Heizung eingebaut, die die Temperatur hält. Hier empfiehlt sich ein Elstein-Infrarotstrahler, welcher kein Licht, sondern nur Wärme abgibt, sodass er also auch nachts zum Einsatz kommen kann, ohne das Licht entsteht. Bei einer Schutzhütte (Frühbeet, Gewächshaus) das aus Alltop- Verglasung besteht kann auf Spotstrahler mit UV-Strahler verzichtet werden, da reicht eine Heizung mit Elstein-Infrarotstrahler.

Sehr wichtig ist, dass gerade bei Jungtieren (Schlüflingen) der Boden gut feucht ist. Am besten verwendet man Sphagnummoos. Das dient zum eingraben und feuchthalten.

Futter
Das Futter muss täglich frisch angeboten werden. Alte Futterreste müssen, genau wie Kot auch, entfernt werden. Wasser muss unbedingt überall und jederzeit angeboten werden! Das Futter von mediterranen Landschildkröten sollte nur aus Wildkräutern bestehen, (siehe Button Wildkräuter auf unserer Homepage). Auf tierisches Futter (Hackfleisch, Hunde oder Katzenfutter usw) muss ganz verzichtet werden. Auf eine abwechslungsreiche Ernährung ist zu achten!
Zusätzlich kann man noch getrocknetes Kräuterheu der Firma „Agrobs“ anbieten – http://www.agrobs.de/
Einmal in der Woche kann auch das Futter mit "Matzinger Hundeflocken" angereichert werden. Aber bitte nur die Grüne Verpackung verwenden auf er folgendes steht: "Matzinger Vollkorn-Flocken mit Gemüse".
Kann man eigentlich fast überall kaufen wo es Hundefutter gibt.
Anbei auch einen link zur Onlinbestellung mit Bild.
http://www.zoonetz.de/shop/732.html?preisroboter#10164000102010
 

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