Wurmkur


Wir raten jedoch von solcher Wurmkur ab. Schildkröten in freien Habiaten oder in der Natur, werden auch nicht entwurmt.

Schildkröten fressen wenn Sie Parasiden verspüren, leicht giftige Planzen um Ihre Parasiden zu bekämpfen. Daher sollten im Freigehege solche Pflanzen zur Verfügung stehen, dass Schildkröten selbst Ihre Parasiden bekämpfen können.
Ein entwurmen kann den kompletten Kreislauf und das komplette Imunsystem durcheinander bringen und vieles mehr verursachen.
Daher raten wir von Wurmkuren ab, bzw. dies wirklich nur im äussersten Notfällen zu tun!!!

 
 
SIGS-Merkblatt Nr. 9

Das Entwurmen der Landschildkröten Landschildkröten sind ausnahmslos Träger verschiedenster Parasiten. Die häufigsten sind die zu Tausenden im Darm lebenden Madenwürmer (Oxyuren). Sie sind von Auge knapp als weiss-gräuliche fadenförmige Gebilde erkennbar, die den Kot durchsetzen oder gar rund um die Kloake haften. Vereinzelt sind Landschildkröten auch Träger von Spulwürmern. Diese Würmer erreichen die stattliche Länge von bis 20 cm und sehen Spaghetti ähnlich aus. Sie werden aber nur selten über den Kot abgegeben. 



Krankheitsbild 
Oft leben die Tiere scheinbar unbeirrt mit ihrer Wurmlast. Treten jedoch Situationen auf wie: hohe Ansteckungsrate in kleinen und überfüllten Behältnissen, Trocken- oder Hungerperioden (Transport!) oder Winterschlaf, können diese Würmer zu einer heftigen Reaktion des Darmes oder zu einem Darmverschluss führen. Zudem können die Ausscheidungsprodukte der Würmer selber eine giftige Wirkung auf die Schildkröten haben und das ganze Darmmilieu irritieren. 



Diagnose 
Häufig sieht man die Würmer von Auge im Kot. Zur Sicherheit kann eine Kotprobe an eine entsprechende Untersuchungsstelle gesandt werden. Mit geeigneten Untersuchungsmethoden können selbst die Eier der Würmer nachgewiesen werden.  
Das Einsenden von Kotproben empfiehlt sich bei lmporttieren sowieso, um auch andere Darmparasiten wie Amöben oder Hexamiten erkennen zu können. Zur Untersuchung eignet sich nur ganz frischer Kot.  



Behandlung 
Beim Tierarzt kann ein geeigneter Wurmsirup bezogen werden. Der Tierarzt kann den Sirup mittels einer Magensonde verabreichen. Die Behandlung soll nach 2 bis 3 Wochen wiederholt werden. Der Wurmsirup ist gut verträglich und es sind keine weiteren Nebenwirkungen zu erwarten. Selbstverständlich müssen die Tiere warm gehalten werden.  -- Von einer Injektion des Wurmmittels ins Bein ist dringend abzuraten, da  
die Schildkröten das Mittel sehr schlecht vertragen, an der gespritzten Stelle Gewebe absterben kann und dieses Mittel nicht die gewünschte Wirkung hat. 



Mittel 
Als Mittel, das sich schon tausendfach klinisch bewährt hat, kann Panacur® eingesetzt werden. Es ist als 2.5% und 10% Sirup im Handel und kann beim Tierarzt bezogen werden. Molevac® kann ebenfalls eingesetzt werden, wirkt aber nur gegen Madenwürmer, nicht gegen Spulwürmer.  
Beide Produkte wirken nur gegen die erwähnten Würmer, nicht aber gegen Amöben oder Hexamiten.  



Warnung! 
Im Zoofachhandel sind sogenannte natürliche Wurmmittel erhältlich. Von einem Einsatz dieser Produkte gegen Würmer ist abzuraten, weil  

  • die Schildkröten damit nicht wurmfrei werden, 
  • keine Wirkstoffe auf der Packung angegeben sind, 
  • der Preis im Vergleich zum vom Tierarzt bezogenen Mittel horrend hoch ist.  

Es ist eine Irreführung des Kunden, wenn er vermeintlich gewissenhaft entwurmt und dann doch feststellen muss, dass es im Kot immer noch von Würmern wimmelt 



SIGS - Informationsblatt Nr. 9 März 1995 U. Eggenschwiler  
Schildkröten - Interessengemeinschaft (SIGS),   
Tel: +41 (0)79 432 76 32 Fax:+41 (079) 432 76 32  
E-Mail: sigs@sigs.ch  
Internet: www.sigs.ch

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